Pohl, Hans

Entität, LCA_000005970
Address: Köpenicker Landstr. 248, Berlin-Baumschulenweg (Deutschland)
Profession: Polizist, Reichskriminalpolizei, Polizeiinspektor im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) (1917 bis 1945)
Profession: Soldat (1914 bis 1915)
Geburt: 21. Februar 1897 in Berlin
Sonstiges: 1956 in Flucht aus Ostberlin in den Westen
Identifikation Person/Körperschaft: ja
NS-verfolgt: Nein
Eigentümer: nein
Notiz: Nach bisherigem Kenntnisstand kam eine unbekannte Anzahl Bücher aus der Bibliothek von Hans Pohl als „Sammlung Treptow“ 1953 oder 1957 in die Berliner Stadtbibliothek, darunter zahlreiches NS-Raubgut.

Hans Otto Karl Pohl wurde am 21.2.1897 in Berlin geboren, er besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster bis zur 9. Klasse (Obertertia). 1914 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst. 1916 kehrte er versehrt zurück, nach Erfrierungen waren ihm beide Unterschenkel bis zur Wade und einige Fingerglieder amputieret worden. Ab 1917 begann seine Karriere bei der Polizei in Berlin, zunächst als Kanzleiangestellter im Polizeipräsidium.

Pohl trat 1937 in die NSDAP ein und wurde im gleichen Jahr ins Reichskriminalpolizeiamt übernommen. Seit 1942/43 war Pohl Polizeiinspektor im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), Amt II, C 4 und C7 in Berlin. 1944/45 war er in der Besoldungsstelle der Staatspolizeileitstelle Berlin im Polizeipräsidium eingesetzt. Wie Hans Pohl an die geraubten Bücher kam konnte bislang nicht geklärt werden.

1956 ergriff Pohl die Flucht aus Ostberlin in den Westen Deutschlands. Im Zuge der Vorbereitungen des RSHA-Prozesses wurde 1963/64 gegen ihn ermittelt, allerdings erfolglos weil Pohl nicht gefunden werden konnte. Die Ermittlungen wurden 1965 eingestellt. Pohls Todesdatum ist bislang nicht bekannt.
Verwandte Personen/Körperschaften
Deutsches Reich. Reichssicherheitshauptamt ()
Bergungsstelle 152, NS-Literatur vom Prenzlauer Berg (Bezirksamt) ()
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